Unternehmen Neugründung

Startup Szene & Neuerungen

  1. Was ist ein Startup?
  2. Wie funktioniert ein Startup? 8 Schritte
  3. Das 4 Stunden Startup (Nebenprojekt)

Was ist ein Startup?

Das Wort kommt aus dem Englischen „to start up“ = „neu gründen; die Firmenneugründung; junges Unternehmen“. Ihr benutzt das Wort meistens im Business und Wirtschaft, wenn ein Unternehmen, mit einer erneuerten Geschäftsidee und hohem Wachstumspotenzial, vor kurzem gegründet wurde. Heutzutage werden Startups gegründet, um schneller zu wachsen. Dafür sind skalierbare und digitale Geschäftsmodelle wichtig.

Die Finanzierung wird über Förderbanken und innovative Finanzierungsformen organisiert, nicht über die klassischen Banken, weil das Risiko zu hoch ist.

Bei vielen existiert ein klischeehafteres Bild, dass die die innovative Geschäftsideen zufällig und unauffällig entwickelt worden sind, um sie anschließend auf den Markt zu bringen. Die Vorstellung ist schon eingefahren, aber da steckt ein Stückchen Wahrheit dahinter, die innovative Idee und geringe finanzielle Ressourcen stehen fast immer am Anfang des erfolgreichen Startups.

Wie funktioniert ein Startup?

Um etwas neu zu gründen, müssen Sie erstmal die 8 Stationen beachten.

  1. Entwicklung der Geschäftsidee
  2. Teamgründung
  3. Businessplan
  4. Finanzierung
  5. Unternehmensform
  6. Firmenname & Markenrechte
  7. Gründungsprozedere
  8. Mitarbeiter

Entwicklung der Geschäftsidee

Das ist der Kern des Startups, eine innovative Geschäftsidee zu überlegen. Doch bevor Sie eine Idee präsentieren oder umsetzen wollen, müssen Sie sich erstmal informieren, ob die Idee nicht bereits umgesetzt wurde.

Wenn Sie eine Idee im Ausland bekommen haben, müssen Sie überlegen, ob das in den deutschen Markt passt.

Teamgründung

Viele wollen mit ihren eigenen Entwickler-Freunden gründen, damit ein gleichmäßiges Gründerteam entsteht. Das ist ein klassischer Fehler, denn das Team muss aus Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten bestehen, die aber gleichzeitig ausgeglichen sind. So können sie gegenseitig ihre Fähigkeiten ergänzen. Außerdem haben unterschiedliche Menschen unterschiedliche Perspektiven und so bekommen Sie wertvolles Feedback. Am besten, wenn Ihr Team jeweils aus einer Person für Vertrieb, Technik und jemanden mit BWL-Wissen besteht. Nichtsdestotrotz müssen Sie sich in dem Team wohlfühlen, nur so kann ein Startup-Gründung Gold wert werden. Ihre Geschäftsidee wird im Zuge der Gründung weiterhin laufend angepasst oder sogar komplett auf den Kopf gestellt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie als Team zusammenhalten und die Veränderungen gemeinsam durchstehen. Den nur so gelingt es Ihnen, sich auf dem überaus dynamischen Markt zu behaupten.

Businessplan

Egal wie altmodisch und überholt es scheint, schreiben Sie einen Businessplan! Es ist nicht nur eine Machbarkeitsstudie und Finanzierungsplan, sondern hilft auch eine klare Struktur in der Gründung zu bringen. Der hilft Ihnen, Ihre Zukunft detailliert zu diskutieren und zu formulieren. Das bestärkt Ihre gemeinsame Zielsetzung und deckt die Stolpersteine in Ihrem Geschäftsmodell auf.

Finanzierung

Für innovative Start-ups gibt es eine große Menge an Initiativen zur Förderung. In den ersten Phasen ist es erstmal schwierig. Wenn es erstmal läuft und die operativen Ergebnisse stimmen, lassen sich die Finanzierungen später einfacher umsetzen.

Unternehmensform

Sie müssen sich noch für eine Rechtsform entscheiden. Bei vielen Startups kommt zuerst die GmbH oder UG in den Gedanken, bei denen Sie von einer Haftungsbeschränkung profitieren können. Das heißt, falls es zu einem Haftungsfall kommt, leidet nur das von Ihnen eingebrachte Vermögen, aber nicht Ihre privaten Vermögenswerte.

Firmenname & Markenrechte

Der Firmenname ist sehr wichtig, er muss einen guten Widererkennungswert haben. Sie können sich auch ein Wortbild-, Wort– oder eine Bildmarke überlegen. Es ist nur wichtig, dass es wiedererkennbar ist und zu dem Unternehmen passt. Außerdem soll die Marke nicht zu kompliziert sein, am besten so einfach wie möglich. Die Zielgruppe der Unternehmen hängt auch davon ab, wie Sie sich den Firmenname überlegt haben.

Das Gründungsprozedere

Viele sind von der Bürokratie beängstigt und das ist verständlich. Wer sich aber gut informiert, der verliert nicht so schnell den Überblick. Es ist wichtig, dass Sie sich vor Ihren Startups fründlich über die Gründungsbürokratie informieren. Je nach Unternehmensform, gibt es unterschiedliche Gründungsprozesse. Bevor Sie Ihr Startup gründeen, erledigen Sie folgende Schritte:

  • Wer übernimmt welche Aufgabe? Wer bringt wie viel Kapital ein?
  • Welche Sonderregelungen wollen Sie vertraglich vereinbaren?
  • Wollen Sie Ihr Unternehmen mit einem Gesellschaftsvertrag oder dem standardisierten Musterprotokoll gründen?
  • Setzen Sie einen Gesellschaftsvertrag oder füllen Sie das Musterprotokoll aus
  • Vereinbaren SIe einen Notartermin zur Gründung des Startups
  • Eröffnen Sie ein Geschäftskonto und zahlen Sie Ihr Stammkapital dort ein
  • Belegen Sie dem Notariat die Einzahlung und vollenden Sie damit die Anmeldung beim Handelsregister
  • Gewerbeanmeldung, nachdem Ihr Startup in Handelsregister eingetragen wurde
  • Melden Sie Ihr Start-up bei allen nötigen Behörden an: IHK oder HWK, Berufsgenossenschaft, Arbeitsagentur usw.

Mitarbeiter suchen

Wenn Sie den Wunsch haben, dass Ihr Startup schnell wächst, dann brauchen Sie Mitarbeiter. Doch dafür brauchen Sie zwingend eine Betriebsnummer der Agentur für Arbeit. Da es besonders in der Startphase schwierig sein kann, Mitarbeiter fair zu bezahlen, können Sie Ihren Angestellten möglicherweise andere Vorteile bieten, etwa mit Investitionen: Anstatt Ihre Mitarbeiter zu bezahlen, erhalten sie beispielsweise eine prozentuale Beteiligung am Unternehmen. Ist Ihr Start-up angelaufen und Umsätze stellen sich ein, können Sie sich immer noch dafür entscheiden, Ihre Mitarbeiter “regulär” zu entlohnen.

Das 4 Stunden Startup

Dieses Startup ist keine Unternehmensform, sondern ein Einsatz, wo Sie sich neben dem Job, der Universität oder der Schule ein eigenes kleines Unternehmen oder ein Nebenprojekt aufbauen können. Also sehr relevant für junge Leute mit vielen Innovationen. Die Vorteile eines 4-Stunden-Startups sind, dass Sie genug Freiheit haben. Sie können so viel Zeit darin investieren, wie Sie möchten: 4 Stunden an einem Tag, einer Woche, einem Monat oder einem Jahr. Sie müssen nicht daran arbeiten, aber Sie können daran arbeiten und da es eine Nebensache ist, gibt es dafür keine Einnahmeanweisung. Außerdem kann aus einem kleinen Unternehmen ein großes Unternehmen werden. Doch es gibt drei Hindernisse, die Sie überwinden sollten:

  1. Sie sollten ein Thema erfinden, welches einen begeistert, ob es ein langjähriges Hobby ist oder was einen Spaß macht. Das wichtige daran ist, dass Sie damit anfangen
  2. Sie sollten mit Ihrer Idee raus aus den vier Wänden gehen und anderen Leuten präsentieren. Da es nur ein Einsatz ist, gilt eine einfache Regel: einfach machen und verbringen Sie nicht so viel Zeit für die Vorbereitung. Gehen Sie erstmal mit der Idee raus und optimieren Sie sie später
  3. Finden Sie raus, ob die Idee für die anderen interessant ist. Denn es ist entscheidend, ob die Idee optimiert und geschäftlich gut ankommen wird oder nicht. Sie können erstmal ein Testprodukt rausbringen und schauen, ob es gut ankommt.

Damit Sie die drei Hindernissen überwinden, müssen Sie die „Startup Thinking“ Fragen beantworten.

  1. Was ist das Problem und wen betrifft es?
  2. Was ist eine passende Lösung dafür?
  3. Wie können potenzielle Kunden erreicht werden?
  4. Was kostet die Umsetzung der Lösung?
  5. Wie viel könnt ihr für die Lösung verlangen?

Doch bevor Sie mit der 4-Stunden-Startup loslegen, stellen Sie erstmal klar, ob Sie neben Ihrer Berufstätigkeit, eine Nebentätigkeit durchführen dürfen. Studenten müssen auf ihre 20 Stundenregel achten.